Weniger CO2 in unsere Atmosphäre ausstoßen, und das so schnell wie möglich – das ist Ziel aller Anstrengungen der deutschen Energiewende. Auf dem Papier. Tatsächlich ist die Energiewende bislang eine reine Stromwende. Und auch dort ist sie nicht auf Dekarbonisierung ausgerichtet, sondern verengt auf den Ausstieg aus Atom und den Einstieg in Erneuerbare. Die Erkenntnis setzt sich durch: Die Energiewende muss auch Wärme und Verkehr umfassen. Und: Sie muss konsequent am Ziel der Dekarbonisierung ausgerichtet werden. Wir als Gaswirtschaft werben mit Nachdruck dafür, dass auch die Wärmewende Fahrt aufnimmt. Wir tun das nicht allein: Gerätehersteller wie Viessmann ziehen mit uns kraftvoll an einem Strang. Ebenso das Fachhandwerk in Deutschland. Wir alle wissen: Nur gemeinsam kann es gelingen, das Mammutprojekt Wärmewende zu stemmen.

Was uns hilft: innovative Technologien, die es ermöglichen, dass wir viel CO2 einsparen. Und das schnell und günstig. Die Brennstoffzellen-Heizung hat ihre Pilotphase hinter sich. Nun beginnt die Marktentwicklung. Mit starkem Rückenwind: Fördermittel bis zu 28 000 Euro* gibt es vom deutschen Staat für den Einbau der Effizienztechnologie. Mit dieser Förderung ist das Heizsystem schon heute – trotz der noch kleinen Stückzahlen – wettbewerbsfähig. Das zeigen auch die Zahlen: Im ersten Jahr der Förderung wurde das Programm rund 1 500 Mal abgerufen. Gemeinsam mit unseren Partnern im Markt erwarten wir in den nächsten Jahren einen Anstieg der Verkaufszahlen auf über 50 000 pro Jahr. Die Marktentwicklung der Brennstoffzelle ist im Plan.

Die Brennstoffzelle ist das Heizsystem mit den geringsten Energiekosten. Die dezentrale Erzeugung von Wärme und Strom schafft Unabhängigkeit: Der Kunde macht einen Schritt in Richtung Selbstversorgung. Gleichzeitig entlastet er die Umwelt, indem er sich für die effizienteste Form der Energieerzeugung entscheidet. Plus: Die Brennstoffzelle ist die beste Form real existierender Sektorkopplung. Dieses Wort ist aktuell in aller Munde und bedeutet, dass wir die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr gemeinsam betrachten sollten. Ein sinnvoller Ansatz. Während die Politik gerade erst die Herausforderung erkennt, haben die Ingenieure bei Viessmann schon die Lösung im Sortiment. Und mit Erdgas haben sie einen klimaschonenden Energieträger an ihrer Seite, der dafür sorgt, dass die Versorgung nicht nur effizient, sondern auch klimaschonend erfolgt. 


* Die Förderung setzt sich zusammen aus einem Grundbetrag von 5 700 Euro und einem zusätzlichen, leistungsabhängigen Betrag von 450 Euro je angefangener 100 Watt elektrischer Leistung. Gefördert werden Brennstoffzellen mit einer elektrischen Leistung bis 5 kW.


Zur Person

Dr. Timm Kehler ist Vorstand von Zukunft ERDGAS, der Initiative der deutschen Gaswirtschaft. Hinter Zukunft ERDGAS stehen führende Unternehmen der Erdgaswirtschaft wie Importeure, Regionalversorger und Stadtwerke.

Die Initiative setzt sich dafür ein, dass die Potenziale des Energieträgers Erdgas auch in Zukunft genutzt werden und informiert über die Chancen und Möglichkeiten, die Erdgas für die Energiewende und den Energiemix der Zukunft bietet. Heizgeräteindustrie, Handwerk und Tankstellenbetreiber unterstützen Zukunft ERDGAS als Partner.

Von 2009 bis 2015 war Dr. Kehler Sprecher der Geschäftsführung der erdgas mobil GmbH, deren Geschäft heute von Zukunft ERDGAS fortgeführt wird. Der promovierte Maschinenbauer und Industriedesigner war zuvor über zwölf Jahre bei der BMW Group in verschiedenen Führungspositionen tätig – unter anderem in den Bereichen Design, Marken- und Produktstrategie sowie Marketing. 

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