Seit dem Frühjahr 2014 kann das Brennstoffzellen-Heizgerät Vitovalor 300-P gekauft und installiert werden. Die damals für Ein- und Zweifamilienhäuser noch vollkommen neue Technik ist nun seit dreieinhalb Jahren verfügbar. Die „aktuell“-Redaktion wollte deshalb von Anlagenbetreibern und Fachhandwerkern wissen, welche Erfahrungen sie in dieser Zeit mit dem Gerät gemacht haben.

Investitionsentscheidung aus ‧unterschiedlichen Motiven

Neben der Zufriedenheit interessierte uns auch, aus welchen Gründen sich die Betreiber für die Brennstoffzellenheizung entschieden haben. Ganz oben auf der Liste: geringere Energiekosten, hohe Zuverlässigkeit der Strom- und Wärmeversorgung sowie die attraktive Förderung. Daneben spielen hohe Effizienz und Klimaschutz durch sehr niedrige CO2-Emissionen sowie die größere Unabhängigkeit von der öffentlichen Stromversorgung eine wichtige Rolle.

„Eigentlich hatten wir uns schon für ein anderes System ‧entschieden“

Lars Neumann, Fulda: „Die Brennstoffzelle haben wir vor drei Jahren bei der Sanierung unseres Hauses einbauen lassen. Eigentlich hatten meine Frau und ich uns schon für einen Gas-Brennwertkessel und eine Solaranlage entschieden. Doch wir haben hin- und hergerechnet und dabei festgestellt, dass sich die Mehrkosten für Vitovalor nach zwei bis drei Jahren rechnen. Das System funktioniert sehr gut.“

Lars Neumann
Volker Rühlicke

„Die Installation war innerhalb weniger Stunden erledigt“

Volker Rühlicke, Künzell: „Wir haben Vitovalor seit drei Jahren im Betrieb. Ausschlaggebend für unsere Entscheidung waren Zuverlässigkeit und Effizienz. Die Installation war innerhalb weniger Stunden erledigt. Seitdem läuft das Gerät völlig unproblematisch. Meine Frau und ich sind sehr zufrieden, und wir haben auch schon anderen Interessierten unsere Anlage gezeigt. Total interessant wäre für uns der weitere Ausbau mit einer Photovoltaikanlage und einem Stromspeicher.“

„Keine Angst“

Martin Jaroschenko, Meister im Zentralheizungs-, Lüftungsbauerhandwerk sowie Gas-, Wasser- und Installationshandwerk, hat die Geräte in Künzell und Fulda installiert: „Warum ich Vitovalor verkaufe? Ganz einfach – da wo ich bin, ist immer vorne. Wir haben schon eine ganze Reihe eingebaut, in diesem Jahr waren es bisher sechs, vielleicht werden es sieben. Die Dinger laufen einfach, keine Ausfälle. Man braucht deshalb keine Angst zu haben, seinen Kunden diese Technik anzubieten. Ich forciere das, wo immer es geht. Wichtig ist eine kompetente Beratung der Kunden, die aufzeigt, dass die Mehrkosten in der Regel nach wenigen Jahren wieder drin sind.“

Martin Jaroschenko
„Das Brennstoffzellengerät kann ich auf jeden Fall empfehlen“: Martin Klein (rechts) zusammen mit Heizungsbauer Claus G. Kissel.

„Hohe Stückzahl ist ein Hinweis auf ‧Zuverlässigkeit“

Claus G. Kissel, Geschäftsführer der Kissel GmbH, hat die Anlage der Brüder Klein installiert: „Wir haben immer auch innovative Lösungen im Programm. Zuverlässig müssen sie aber sein. Die von Panasonic in Japan erreichte hohe Stückzahl der Brennstoffzelle ist ein guter Hinweis auf deren Zuverlässigkeit. Was ich gut finde, ist, dass das Gerät auch für den Bestand geeignet ist. Etwas kompliziert ist es, Energieversorger und Elektriker abzustimmen. Trotz mehrfacher Nachfrage dauert es, bis der Zweirichtungs-Zähler installiert wird.“ 

„Die Stromerzeugung ist ein Riesenvorteil“

Martin Klein, Ehningen: „Ich habe zusammen mit meinem Bruder ein Zweifamilienhaus gebaut. Wir wollten keine Photovoltaik- oder Solaranlage auf dem Dach. Ein motorbetriebenes Blockheizkraftwerk kam wegen der möglichen Geräusche für uns auch nicht in Frage. Seit April 2016 versorgt deshalb die Brennstoffzelle unser Haus. Die Stromerzeugung ist ein Riesenvorteil und hat unsere Stromkosten fast halbiert. Einziges Problem war ein verstopfter Luftfilter kurz nach der Inbetriebnahme, der hatte sich mit Baustellenstaub zugesetzt. Das Brennstoffzellengerät kann ich auf jeden Fall empfehlen.“

„Staatliche Förderung pusht spürbar den Absatz“

Thomas Essenpreis, Geschäftsführer der Essenpreis Haustechnik GmbH in Östringen, hat ebenfalls viel Erfahrung mit Vitovalor 300-P: „Wir haben mittlerweile an die 40 Geräte eingebaut, und unsere Erfahrungen sind durchweg positiv, das System funktioniert störungsfrei. Die ersten Geräteausführungen waren noch etwas umständlich im Zusammenbau, weil Zubehörteile noch nicht optimal aufeinander abgestimmt waren. Aufgrund der Bauhöhe war leider in manchen Kellern eine Aufstellung nicht möglich. Bei der neuen Version ist aber beides kein Thema mehr. Die staatliche Förderung pusht spürbar den Absatz der Brennstoffzelle.“

Thomas Essenpreis
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