Digitale Vernetzung und Big Data – das sind nicht nur zwei Säulen der vierten industriellen Revolution, sondern auch wesentliche Erfolgsfaktoren für eine zukunftssichere industrielle Energieversorgung. Best-Practice-Beispiele, aber auch politische und technische Rahmenbedingungen standen auf dem Programm des 4. Industrieforums, zu dem am 27. November 2017 rund 160 Fachleute und Entscheider nach Allendorf (Eder) kamen.

In seinem Grußwort ging Joachim Janssen, CEO Viessmann Energy Solutions, auf das Zukunftsprojekt „Industrie 4.0“ von Bundesregierung und Industrie ein. Damit solle in erster Linie die Digitalisierung der Fertigungstechnik vorangetrieben werden.

Ziel sei die „Smart Factory“, die „intelligente Fabrik“, in der die industrielle Produktion mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik verzahnt werden. Technische Grundlage hierfür seien intelligente und digital vernetzte Systeme. Mit ihrer Hilfe soll eine weitestgehend selbstorganisierte Produktion möglich werden. „Eine smarte Steuerung der Energieversorgung spielt dabei eine besonders wichtige Rolle“, unterstrich Janssen. Dr. Tino Weber, CEO der Division Industriesysteme, stellte im Anschluss das Produkt- und Dienstleistungsportfolio in diesem Bereich vor.

Begrüßte die 160 Teilnehmer des 4. Industrieforums am Viessmann Unternehmensstammsitz in Allendorf (Eder): Joachim Janssen, CEO Viessmann Energy Systems.
"Flexibilisierung und Industrie 4.0 als Säulen für die Transformation des Energiesystems": Gerd Krieger, VDMA Power Systems, ging in seiner Keynote auf die besondere Rolle des Wärmemarktes ein.

"Bisher zu stark auf Strom fokussiert"

„Flexibilisierung und Industrie 4.0 – Säulen für die Transformation des Energiesystems“ – unter diese Überschrift stellte Gerd Krieger, stellvertretender Geschäftsführer von VDMA Power Systems, die Keynote des 4. Industrieforum. Seine These: Der Wandel des Energiesystems ist bereits in vollem Gange – nun gelte es, Unsicherheiten insbesondere auf der regulatorischen Ebene abzubauen und die verschiedenen Ebene der Transformation zu managen. „Bisher ist dieser Prozess allerdings noch zu stark auf Strom fokussiert“, unterstrich Krieger. 65 Prozent des Endenergieverbrauchs in der Industrie seien aber auf die Erzeugung von Prozesswärme zurückzuführen.

Deutlich machte Krieger auch, dass die Energiewende nur mit Hilfe einer „breiten Digitalisierung“ erreicht werden könne. Die nötigen Bausteine dafür seien bereits vorhanden – flexible Erzeugungsanlagen, Speicher und Konzepte zur Verbrauchsflexibilisierung genauso wie eine sichere Datenkommunikation oder neue Geschäftsmodelle, zum Beispiel im Servicebereich.

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