Die Biathletin Laura Dahlmeier und der Kombinierer Johannes Rydzek – beide Spitzenathleten werden von Viessmann gesponsert – wurden am Sonntagabend als „Sportler des Jahres“ 2017 gekürt. Das Beachvolleyball-Duo Laura Ludwig und Kira Walkenhorst erhielt diese Auszeichnung als Team bereits zum zweiten Mal in Folge. Rund 700 Gäste im Kurhaus von Baden-Baden feierten die Sieger bei der 71. Auflage der Gala mit langem Applaus. Moderiert wurde der Abend von Katrin Müller-Hohenstein und Rudi Cerne.

Nach ihren fünf Gold-Medaillen bei der WM in Hochfilzen im vergangenen Winter tritt Dahlmeier die Nachfolge von Angelique Kerber an, der ehemaligen Nummer eins der Tennis-Weltrangliste. Rydzek folgt auf Turn-Olympiasieger Fabian Hambüchen. Und Ludwig/Walkenhorst sind die ersten seit dem Deutschland-Achter 1989, die zum zweiten Mal nacheinander als "Mannschaft des Jahres" ausgezeichnet wurden.

Freuen sich über die verdiente Auszeichnung: Kombinierer Johannes Rydzek und Biathletin Laura Dahlmeier.

Laura Dahlmeier war die Athletin des Abends – im dunkelroten Dirndl mit grüner Schleife. Mit deutlichem Abstand hatte die 24-Jährige die Wahl vor der Turnerin Pauline Schäfer gewonnen. Warum das kaum überrascht, zeigt ihre Bilanz des vergangenen Winters: Als erste Starterin im gesamten Biathlon-Zirkus hatte die Bayerin in Hochfilzen fünfmal Gold und einmal Silber bei einer WM geholt. Nebenbei sicherte sich die Skijägerin auch noch den Sieg im Gesamt-Weltcup.

Im vergangenen Jahr war Dahlmeier noch mit deutlichem Abstand auf Kerber Zweite geworden. Diesmal lag sie mit 3135 Punkten klar vor Schäfer (1786) und Dressurreiterin Isabell Werth (911). Enger verlief die Wahl bei den Männern. Rydzek (1782) sicherte sich den Sieg vor dem überraschenden Triathlon-Weltmeister Patrick Lange (1323) und Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter (1093). Der 26-jährige Rydzek hatte bei der WM im finnischen Lahti vier Titel in vier Wettbewerben geholt – womit er nun der erfolgreichste Kombinierer der WM-Geschichte ist. Der Rekordweltmeister ist nach Georg Thoma (1960), Franz Keller (1968) und Ronny Ackermann (2005) in der langen Historie der Gala erst der vierte Kombinierer, der zum "Sportler des Jahres" gewählt wurde.

Für Ludwig und Walkenhorst folgte nach dem Olympia-Sieg 2016 im vergangenen Sommer in Wien auch noch der WM-Sieg. Relativ deutlich landete das Duo (2140) bei der Abstimmung zur "Mannschaft des Jahres" vor dem Deutschland-Achter (1668) und der Staffel der Nordisch-Kombinierer (1472).

Schon zum 71. Mal hat die Internationale Sportkorrespondenz zum Ende eines Sportjahres die über 3.000 Mitglieder des Verbands der Deutschen Sportjournalisten, die abstimmungsberechtigt sind, zur exklusiven Wahl gebeten. Die Juroren hatten einmal mehr die Qual der Wahl, die Titel verdient hätten viele. So galt es, sorgfältig abzuwägen. Nicht ausschließlich die sportliche Höchstleistung, auch Haltung und Charakter, Einstellung und Persönlichkeit sollten in die Entscheidung mit einfließen. Vorbilder, gute Typen, willensstarke Dauerbrenner oder Newcomer und Athleten, die besondere Werte des Sports verkörpern, sind potenzielle Kandidaten.

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Jahrgang 2017